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Die Geschichte der Evangelischen Kirche in Wachenheim

Kurze Geschichte der evangelische Remigius Kirche zu Wachenheim

Der jetzigen Kirche geht im Spätmittelalter eine Remigius Kapelle voraus. Reste hiervon sind noch im gotischen Chor erhalten. Am 6. Mai 1325, wird die Kapelle erstmals in einem Ablassbrief von Papst Johannes XXII. erwähnt
 
Der dreiflügelige Marienaltar Ostchor der Kirche trägt die Jahreszahl 1489. Von ursprünglich vier gotischen  Altären hat nur dieser alle Unbilden der Zeit überstanden.
In der Kirche stand vor der Renovierung 1962/64 eine Orgel der Firma Sauer aus Frankfurt an der Oder. Mit den Renovierungsarbeiten und der Neuausrichtung des Eingangsbereich, der Zugang wurde von der Straßenseite neben die Turmseite verlegt, wird die Orgelempore mitsamt der Orgel abgetragen. Es wurde erst 1984 finanziell möglich auf der kleinen Seiten-empore vor dem Turmaufgang, wieder eine zwei manualige Orgel  aufzubauen.
1967, eines Vertrages zwischen der Evangelischen Landeskirche  Hessen – Nassau Darmstadt und der Diözese Mainz zufolge, wird die simultane Kirche der evangelischen Kirchen-gemeinde mit der Maßgabe übertragen, dass an den christlichen Feiertagen auch die katho-lischen Gläubigen ihre Gottesdienste dort abhalten dürfen.


 
Der Wachenheimer Marienaltar
 
Der Alter wurde 1489 gestiftet. Die Jahreszahl ist auf dem Sockel der Marienfigur mit dem Wappen des Stifters, eine Harfe mit einem gekrönten Manneshauptes dokumentiert. 
 
Das Wappen wird dem Landschad von Steinach zugeordnet.
 
Von ursprünglich vier gotischen  Altären in der einstigen Remigiuskapelle überstand nur die-ses Juwel alle Unbilden der Zeitgeschichte. – Kriegszerstörungen, nach dem pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 lag die Kirche über ein Jahrzehnt als Ruine, gab es konfessionelle Streitigkeiten bei denen katholische Weihegeräte, wie der Altar- und Taufstein entfernt wurden, Angleichungen an den Zeitgeschmack, u.a. wurde das gotische Maßwerk der Fenster im Kirchenschiff, der Grabstein des Diether Landschad von Steinach, dem Stifter des Marienaltars, entfernt.
 
Neben dem gotischen Chor mit Netzgewölbe, seinem Schlussstein mit dem Christuskopf, sowie Konsolenfiguren und dem Untergeschoss des Turmes mit Kreuzgewölbe ist es der Marienaltar, der die Katastrophen der Jahrhunderte überdauert hat.
 
Noch im 20. Jahrhundert bestand auch für ihn Gefahr entfernt zu werden: 1927/28 beab- sichtigte der Kirchenvorstand den Verkauf des Altars für einen Preis von 7.500 RM an das Landesmuseum Darmstadt. Allein die Tatsache, dass der Museumsdirektor den geforderten Preis für das „Werk zweiten Ranges“, wie es missachtend hieß, für überzogen und nicht mehr als 3.500 RM zu zahlen bereit war, der Kirchenvorstand ließ sich auf diesen Handel nicht ein, erhielt der Kirche das spätgotische Werk.
 
Es handelt sich um einen Flügelaltar, in dessen Mittelschrein vor gemaltem Hintergrund eine geschnitzte Marienfigur mit Kind steht. Auf beiden Flügeln sind Gemälde der heiligen Katharina und Elisabeth, auf den jeweiligen Rückseiten ist die Darstellung der Verkündung der Maria zu sehen.. Die Predella, der Untersatz des Altars, zeigt das Schweißtuch der Veronika, das von zwei fliegenden Engeln gehalten wird.
 
Maria steht auf einem gestuften Sockel, auf dem Stiftungsjahr „Anno domini 1489 in gotischen Kleinbuchstraben verzeichnet ist.
 
Die Haltung Marias entspricht dem Frömmigkeitsempfinden des ausgehenden 15. Jahr-hunderts. ... Die Kleidung Marias ist vom höfischen Geschmack jener Zeit angepasst. Sie erscheint als königliche Gestalt, was den Gedanken an die Himmelsgöttin nicht ausschließt. Die mittelalterliche „Sprache“ der Farbsymbolik, dem heutigen Menschen weithin verschlossen, ist eindeutig nicht zu übersehen. Das Blau weist auf die Nähe der Treue Gottes, das goldrot will zum  Ausdruck bringen, dass Gott in dem Menschen mit seiner Weisheit und Beständigkeit näher gekommen ist. Weiß als Farbe des Sieges über Sünde und Tod, sehen wir beispielsweise am Halstuch. Grün, wie der Vorhang hinter der Statue, der von zwei Engeln gehalten wird weist auf die göttliche Barmherzigkeit hin.  Die weltweite Bedeutung des Christusgeschehens wird mit dem gestirnten Himmel angezeigt.
 
Das Bild der heiligen Katharina von Alexandrien sehen wir rechts. Die Darstellung erfolgt als junge Frau mit Blattkrone.  Zu ihren Füßen kniet der Stifter des Altars, der in schwarzer Büßerkleidung den Rosenkranz betet.
 
Links sehen wir die Darstellung der heiligen Elisabeth von Thüringen. Wir sehen sie in einem königlichen Kleid aus schwarzbesticktem Goldbrokat und eingehüllt in einen Mantel, dessen Rot auf die Liebe Gottes hinweist. Die detaillierte Darstellung der Elisabeth zeigt dem Betrachter deren soziales Engagement im besonderen.
 
Der Unterbau des Altars trägt im Bild das Schweißtuch der Veronika mit dem gut gemalten Haupte Jesu darauf.

Wolf-Dieter Egli
(Quellen:  aus Unterlagen der Kirchengemeinde)

 
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